24 12 2007





Navidad mexicana…

18 12 2007

Und wieder ist eine Woche rum. Unglaublich wie schnell das geht wenn man tagsueber genug zu tun hat. Es ist irgendwie komisch, aber auch ganz angenehm mal wieder so etwas wie Alltagsroutine zu haben. Morgens Schule, mittags lernen und relaxen, abends irgendwo essen gehn und vielleicht etwas trinken… Es laesst sich schon aushalten.

Meine Spanischkentnisse steigen von Tag zu Tag und ich bin mitlerweile schon halbwegs zu Gespraechen in der Lage. Jetzt gilt es zumindest etwas den Satzbau auf die reihe zu bekommen… Aber es laeuft wirklich gut.

Ansonsten passiert unter der Woche nicht so wahnsinnig viel. Letzten Donnerstag hatten wir ein kleines Erdbeben. Das ist hier wohl relativ normal, aber alle Sprachschueler waren danach erstmal ziemlich beeindruckt. Es ist schon ein komisches und auch ein bisschen furchteinfloessendes Gefuehl wenn ploetzlich alles anfaengt zu wackeln, auch wenn es wirklich relativ sanft war und nur 2-3 Sekunden anhielt…

Ich glaube die Vorweihnachtszeit ist die allerbeste Zeit ueberhaupt um nach Mexiko zu fahren. Was hier abgeht ist echt nurnoch unglaublich. Jeden einzelnen Abend gibt es irgendwo ein Fest fuer irgendeine Jungfrau, Paraden, Kerb, Feuerwerk, letzteres auch nicht selten morgens um 6… Am Zocalo in der Stadtmitte ist immer was los, dazu ist der komplette Platz mit bunten blinkenden Lichtern geschmueckt… Also feiern koennen sie die Mexikaner, das muss man echt sagen.

Am Wochenende standen wieder diverse Touren an. Nachdem wir am Freitag abend bis spaet in die Nacht diverse lokale Bars unsicher geamcht hatten ging es Samstag morgen frueh um 9 los. Die Schule bietet jedes Wochenende eine Tour zu verschiedenen Zielen an. Das ist ganz lustig, weil man so mit einer groesseren Gruppe unterwegs ist. Diesesmal waren wir zu 7. Wir hielten auf dem Weg nochmal bei El Tule, dem Superbaum, den ich ja bereits gesehen hatte. Als naechstes stand dann eine traditionelle zapotekische Teppichweber Familie in einem kleinen Dorf namens Teotihuacan (oder so) auf dem Programm, die uns zeigte wie die lokalen Ureinwohner ihre traditionellen Teppiche faerben und erstellen. Danach ging es noch zu einer Mezcal Fabrik, wo uns vorgefuehrt wurde wie das Oaxacanische „Nationalgetraenk“ erstellt wird. Dabei wurde auch erklaert dass der Wurm, der traditionell in der Flasche schwimmt, aus der Wurzel stammt aus der der Mezcal destilliert wird und in der Gegend als delikatesse gilt. Es gab natuerlich auch diverse verschiedene Mezcals so wie ein Glas mit Wuermern zum probieren und jeder der einen Wurm ass bekam einen Gratis Hut. Da musste ich nicht lange ueberlegen…

Der Hauptprogrammpunkt war allerdings Herve el Agua, eine sehr Kalkhaltige Quelle in den Bergen die einen „versteinerten“ Wasserfall geschaffen hat. Ueber Schotterstrassen entlang an steilen Abhaengen wurden wir in diese entlegene und wunderschoene Gegend kutschiert. An der Quelle gab es auch einen groesseren Pool, der allerdings von Menschen angelegt wurde. Das minderte allerdings seine Schoenheit keineswegs. Ein wirklich toller Ort um sich etwas zu erfrischen…

Sonntags hatte ich mit dme Schweizer aus meiner Klasse zusammen geplant ein Auto zu mieten. Oaxaca ist voll mit alten VW Kaefern, (ich glaube die Mexikaner versuchen die Weltherrschaft an sich zu reissen indem sie alle VW Kaefer der Welt hier in diesem Land vereinen, aber das ist eine andere Geschichte…) und wir hatten gesehen dass man eben jene auch mieten kann. Leider war dann allerdigns Sonntag morgen kein Kaefer da sondern nur ein langweiliger Chevy Kleinwagen… So fanden wir uns dann eben mit diesem ab und fuhren ein bisschen durch die umliegenden Doerfer und in die Berge rund herum. Auto fahren in Mexiko ist schon cool, man muss nur auf die vielen Geschwindigkeitsbegrenzungshuegel aufpassen, die teilweise ohne jede Warnung auf Schnellstrassen vorkommen und ueber die man nicht mit mehr als 20kmh fahren sollte. Die Dinger sind einfach nur gigantisch. Ansonsten war es aber ziemlich problemos. Wir fuhren auch noch zum nahegelegenen Monte Alban, eine alte Zapotekenstadt auf einem Berg in 2000m Hoehe die von 500BC bis 800AD bewohnt war und nun eine der groessten Ruinenanlagen Mexikos bildet. Ein wirklich beeindruckender Ort, und wir hatten ihn fast komplett fuer uns…

Jetzt ist wieder Schule angesagt. Ueber Weihnachten haben wir aber 4 Tage frei. Da werden wir wohl wieder ein Auto mieten und mal runter an den Strand fahren…

Märkte und Fiestas vor Weihnachten…

Oaxaca von oben gesehen…

El Tule, der angeblich dickste Baum der Welt…

Webereien in Teotitlan del Valle

Mezcalbrennerei im Valle de Oaxaca…

Herve el Agua

1 Tag cruisen in der Umgebung…

Monte Alban Ruinen

Die Strasse nach Nochixtlan

Nochmal Oaxaca von oben…





100 Tage

11 12 2007

Gestern habe ich mal mein Notizbuch durchgeschaut und mir ist aufgefallen dass ich genau 99 Tage bisher eingetragen habe… Somit ist heute mein 100. Tag auf Reise. Welch ausgezeichneter Grund heute abend ein paar Cervezas zu trinken! Nicht das ich das nicht wahrscheinlich auch so getan haette… Ich moechte jetzt hier keine grosse Bilanz ziehen, auch wenn das der geeignete Eintrag waere. Aber dafuer bleibt noch genug Zeit. Festhalten will ich nur dass jeder einzelne dieser 100 Tage sehr sehr geil war und ich keinen missen moechte!

Seit einer Woche bin ich jetzt in Oaxaca und lerne fleissig spanish. Ich bin ganz erstaunt was ich nach nur 5 Tagen schon alles sagen konnte. Die Kurse sind halt ziemich intensiv, ich bin nur zu zweit mit noch einem schweizer. Insgesamt sind knapp 20 Sprachschueler an der Schule, wovon knapp die Haelfte schweizer sind. Keine Ahnung warum die grad hier so in massen auftreten. Insgesamt ist es aufjedenfall eine sehr lustige Gruppe. Da ich jeden Tag bis 2 in der Schule bin und nachmittags noch etwas vokabeln lernen muss bin ich ansonsten jetzt noch nicht zu viel gekommen. Abends trifft man sich dann mit den Mitschuelern zum Essen und Trinken, aber im gemuetlichen Rahmen. Dazu eignet sich Oaxaca wirklich super, denn es gibt hier jedemenge gemuetlicher Bars, Cafes und Restaurants. Rund um den Zocalo, den zentralen Platz in der mitte, ist jeden abend was los: Strassenmusiker spielen Lieder, Leute sitzen draussen, essen und trinken, oder spazieren einfach herum… Total angenehm aufjedenfall. Die Restaurants und Bars sind wunderbar preiswert und es gibt hier in Oaxaca eine ganz eigene Kueche zu entdecken. Geroestete Grashuepfer in Chili gehoeren da als Snack genauso sehr dazu wie Guacamole.

Am Wochenende habe ich mal mit ein paar Mitschuelern einen Trip in die nahen Berge zum Benito Juarez Nationalpark gemacht und wir sind dort ein bisschen durch den Wald gewandert. Sonntag war ich dann mit zwei Amerikanerinnen hier in der Naehe beim „El Tule“, dem angeblich dicksten und aeltesten Baum der Welt… Es gibt sicher hundert Baeume weltweit von denen genau das behauptet wird, aber El Tule ist aufjedenfall ein ziemlich dicker Baum…  58m Umfang stand auf einer Infotafel.

Oaxaca ist, wie ich gemerkt habe doch um einiges groesser als ich geschaetzt haette. Angeblich knapp 700000 Leute leben in der Stadt.  Das Zentrum ist super gemuetlich, aber als ich dann am Wochenende mal zu den 2.Klasse Busstationen gekommen bin habe ich gemerkt dass die Stadt doch auch noch andere, hektischere, dreckigere und vorallem vollere Seiten hat. Vor einem Jahr gab es ja hier ziemlich gewalttaetige Aufstaende, als die Bevoelkerung versuchte den Gouvernoer aus der Stadt zu bekommen, aber davon ist kaum noch etwas zu bemerken, nur jedemenge politische Graffitis und Plakate…

Me gusto Mexico y Oaxaca muchisimo! Hay Cervezas muy sabroso y barato y chicas muy guapo. Aprendo muchas palabras español todos las dias! Estoy muy contento y alegro!

…oder so aehnlich… :D

Oaxaca…

Santo Domingo…

Wanderung im Benito-Juarez Nationalpark

El Tule, der angeblich dickste Baum der Welt

Weihnachtsstimmung auf dem Zocalo…