Orange Kaos FFM – Das Original
22 02 2009Kommentare : 3 Kommentare »
Schlagworte: auswärts, away, dewds, eintracht, frankfurt, karlsruhe, ksc, sge
Kategorien : Bilder, Nicht kategorisiert, eintracht
Und Berliner heissen Krebbel!
4 02 2009Auswärtsfahrt nach Berlin ins Olympiastadion
BSC-SGE 2-1 – 31.01.2009
Samstag morgen, halb fünf in Frankfurt. Bei gefühlten minus 10 Grad stand ich an der Strassenbahnhaltestelle. Hinter mir im wald trieben ein paar Wildschweine ihr unwesen, ich konnte sie nicht sehen, aber gut hören. Aus der Bahn die gerade aus der Stadt ankam torkelten ein paar betrunkene Partygänger. Höchste Zeit ins Bett zu fallen und sich auszuschlafen. Für aber fing bereits der nächste tag an. Endlich kam auch meine Bahn. 10 Minuten später stieg ich am menschenleeren Niederräder Bahnhof aus und sah schon 3 andere müde Gestalten in der Kälte stehen. Benni, Söder und Mimi warteten bereits auf mich. Um 5:15h saßen wir am Frankfurter Hauptbahnhof im Regionalexpress nach Kassel…
All das kann eigentlich nur eines bedeuten: Auswärtsfahrt mit der magischen SGE!
Das erste Spiel der Jahres 2009 fand, wie bereits im Vorjahr im Berliner Olympiastadion statt. Gab es 2008 noch einen grandiosen 3-0 Auswärtssieg mit 3 Fenin-Toren, so sahen die Vorzeichen dieses mal eher schlechter aus. Die Hinrunde war bei der Eintracht alles andere als gut gelaufen, während die Hertha als eine der Überraschungsmannschaften heute die möglichkeit hatte auf Platz 1 der Tabelle vorzudringen. Immerhin, Meier und Chris standen nach langer Verletzung endlich wieder bereit und die beiden neuen Jünglinge Petkovic und Kweuke machten Hoffnung auf eine bessere Rückrunde.
Wir hatten uns schon frühzeitig entschieden zu diesem Spiel mal wieder eine ausgiebige Wochenendticket-Tour zu machen. So sassen wir nun an diesem Samstag morgen um 6h müde aber guter Dinge im RE nach Kassel. Draussen flog die stockdunkle Wetterau vorbei. Zeit für ein leckeres Ebbelwoifrühstück! In Kassel hatten wir dann auch Zeit für ein richtiges Frühstück. Die nette Dame bei Burger King schien jedoch auch noch etwas schläfrig zu sein. „Einmal den Hot Chicken, nur den Burger bitte!“ – „Als Menü?“ – „Nein, nur den Burger bitte.“ – „noch was dazu?“…
Als wir wieder am Bahnsteig standen wurde es endlich langsam hell. Der nächste Zug sollte uns nach Sangerhausen bringen. Entlang der Werra fuhren wir nun richtung Osten, es fing an zu schneien. Vor dem Fenster zogen blühende Landschaften verlassene Industrieruinen, riesige brachliegende Gleisanlagen und ein Hinterhof vorbei in dem ein ausgeschlachteter Trabi stand. Klare anzeichen, wir hatten den Osten der Republik erreicht. Nach einer Weile standen draussen an einem kleinen Bahnhof plötzlich mehrere Hundert Eintrachtfans. Die guten hatten wohl die andere Verbindung über Fulda genommen, die 4 Minuten später in Frankfurt los fuhr und mussten nun doch in den selben Zug. Der Mob war wieder vereint, nun herrschte auch Stimmung im Zug.
Sangerhausen. Zug Nummer 3. War der erste Zug noch ein Doppelstöcker, der zweite wenigstens ein normaler Regionalzug, so hatten wir nun nur noch eine bessere Sardinenbüchse zur Verfügung. Ich denke das verdeutlicht ganz gut durch was für eine gottverlassene Gegend wir da teilweise fuhren. Immerhin brachte uns dieser Zug nun nach Magdeburg, von wo aus wir wieder einen Doppelstöcker nach Berlin bekamen. Zur Mittagszeit näherten wir uns endlich der Hauptstadt, was sich auch daran bemerkbar machte dass nun mehr und mehr Herthaner in den Zug zustiegen. Potsdamm. Wannsee. Chartlottenburg. Um 13:45 rollten wir endlich in den neuen Berliner Hauptbahnhof ein. Erleichterung, Freude! Jetzt konnte die Party hier beginnen!
Nach dem wir Tibor, der mit dem ICE hochgefahren war, vor dem Dunking Donuts eingesammelt hatten fuhren wir nochmal zum Bahnhof Zoo um unsere Sachen in einen Locker zu schliessen. Dann ging es mit der U Bahn zum Stadion. Hier dann die ersten sehr einfallsreichen Pöbelversuche einiger Berliner: „Frankfurter Würstchen“… Konter: „Und Berliner, heissen Krebbel, schalalalala“ Ich würde das als einen klaren 1-0 Sieg für uns werten.
Nachdem wir uns über jedemenge Eisfelder und verschneite Wege gekämpft hatten standen wir um 14:45 am Olympiastadion. Die Kontrolle ging schnell, und wir dachten wir könnten nun in Ruhe zum Block gehen, doch dieser war nocheinmal abgesperrt, und die Heldenhaften Ordner liessen nur abwechselnd je 5-6 Leute rein. Wiedermal eine hoch sinnvolle Massnahme! Man erinnert sich mit schrecken an die Vorjahre, in denen hier regelmäßig die Leute zertrampelt wurden, weil der Ansturm auf den Gästeblock einfach zu groß war… Oder halt Moment, das war ja gar nicht so, denn eigentlich ist der Gästeblock in Berlin immer relativ leer, und man könnte in aller Ruhe und ohne gequetsche rein spazieren und sich seinen Platz suchen. Wenn da nur nicht diese Ordner wären. Aber gut, Auswärtsspiel ohne Schikane wäre ja auch irgendwie nicht das selbe…
Im Hexenkessel der da heisst Olympiastadion hatten sich berauschende 35000 Fans eigngefunden. Ebenso viele Plätze blieben ergo leer. Im Gästeblock waren auch gefühlt mehr Hopper aus dem gesamten Osten der Republik als tatsächliche Frankfurter, aber das ist ja in Berlin auch meisstens so. Ende Januar allemale. Somit stellten sich aber die Umstände für eine gute Atmosphäre auf beiden Seiten eher schwach dar… Wenn es dann auch noch so bitterkalt ist und schneit, dann geht im Normalfall relativ wenig, und so war es auch heute.
Das Spiel startete eher mäßig. Die Eintracht kam nicht wirklich hinein, und Hertha schien nur bereit zu tun was nötig war. Eigentlich alle Anzeichen auf 0-0, doch dann ein Gewusel i´m Frankfurter Strafraum, Pröll währt 2 mal ab aber Pantelich kann schliesslich einnetzen. Ein Scheisstor. Wie so oft diese Saison…
Nur 10 Minuten später stand Pantelic wieder allein vor Pröll, wurde von diesem zwar noch gestoppt, doch der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt. Elfmeter. Scheisse. Sollte es das wirklich schon gewesen sein? Daumendrücken. Und das erfolgreich. Pröll machte seinen Fehler wieder gut und parierte. Es blieb bis zur Halbzeit beim 0-1.
In der zweiten Halbzeit kam die Eintracht besser ins Spiel. Petkovic und Ochs trieben über die Seiten die Bälle nach vorne. Man näherte sich dem Berliner Tor an. Doch dann, wieder mal Pantelic am Ball, der macht 20 Meter vor dem Tor einen Wackler und zieht einfach mal ab, und der Ball geht tatsächlich direkt in die untere linke Ecke. 2-0. Das Spiel schien gelaufen.
Doch die Eintracht steckte nicht auf, fing jetzt auf einmal an zu drücken, und kam fast im direkten Gegenzug durch den angeblichen Chancentod Köhler zum 2-1 Anschlusstreffer. Noch 30 Minuten Zeit. Und tatsächlich. Plötzlich lief es. Die Eintracht setzte sich in der Berliner Hälfte fest, drängte die Hertha fast komplett in den eigenen Strafraum. Es geht doch. Auch der eingewechselte Kweuke wusste zu gefallen und sorgte vorne drin für Gefahr. Leider jedoch nicht genug. Ein paar Chancen gab es, jedoch nur eine richtig gute, die Meier in der 89. Minute nicht im Tor unterbrachte. Dann lief die Zeit ab.
Wenigstens bekamen wir am Ende von Berliner Seite nochmal eindrücklich vorgeführt was echte Fussballatmosphäre auf keinen Fall ist. Stadionsprecher: „Auf gehts Leute, die 89. Minute, steht alle nochmal auf für unsere Hertha!!“ Wäre ja auch viel verlangt sowas von selbst zu machen, und das bei nem Heimsieg der einen auf den 2. Platz bringt…
Wir waren uns eigentlich einig. Das Ergebniss war eine Enttäuschung, die 2. Halbzeit machte jedoch Spass und vorallem Mut und Hoffnung für die Rückrunde. So verliessen wir das Stadion doch halbwegs gut gelaunt und durften eine weitere Polzeischikane über uns ergehen lassen. Die netten Herren wollten uns nicht zur U-Bahn lassen, den kompletten Weg zur S Bahn hatten sie eine Kette gebildet, mit zig Wagen und Mann, um Gästefans und Heimfans zu trennen. Vorne an der S Bahn Station vermischten sich dann aber doch beide Gruppen und stiegen gemeinsam und ohne jede Probleme in die Züge. Großes Kino. Gut dass der Staat scheinbar zu viel Geld hat.
Nach einem guten Abendessen im Foodcourt des Alexa Einkaufszentrums am Alexanderplatz verliess uns der Tibor wieder, denn er musste seinen Zug bekommen. Wir machten uns erstmal auf, das nächtliche Berlin zu erkunden. Zu Fuß statteten wir dem Reichstag, dem Brandenburger Tor und dem Potsdamer Platz einen Besuch ab und machten ein paar Gruppenfotos. Sollte man ja schon alles gesehen haben wenn man mal in der Hauptstadt ist.
Gegen 22h machten wir uns schliesslich auf den Weg eine Kneipe zu finden. Dies gelang auch ersteunlich gut. In einem etwas alternativen Künstler-/Studentenviertel fanden wir diverse günstige Bars und Kneipen und konnten dort mit reichlich Berliner Bier und gutem Frankfodder Henninger Radler die Nacht herum kriegen auch wenn manch einer zwischenzeitlich mit Müdigkeitsanfällen zu kämpfen hatte. („Timmeeeeey“)
Um 5h fanden wir uns wieder am Berliner Hauptbahnhof ein. Bei McDonalds gab es wiederrum ein Frühstück und wir wärmten uns nochmal etwas auf. Um 6h kam dann endlich der Zug. Glücklicherweise hatten wir genug Platz um uns alle etwas auszustrecken und erstmal Schlaf nachzuholen. Auch die nächsten beiden Fahrten verschlief ich mehr oder weniger komplett. Gegen 12h hatten wir dann eine halbe Stunde aufenthalt in Kassel. Ein großer Kaffee und ein paar Pommes. Jetzt konnte ich auch noch die letzten 2 Stunden nach Frankfurt überstehen.
Um 14:30 kamen wir wieder in der Mainmetropole an. Gute 34 Stunden nachdem ich morgens aus dem Haus gegangen war. Ich denke das dürfte erstmal für eine Weile unser Auswärtsfahrtrekord sein! Zumal ich ja abends noch nach Bochum fahren musste und dort um ziemlich genau Mitternacht ankam…
Wenn es auch ein enttäuschendes Ergebnis war, es gab wirklich schon weitaus schlechtere Spiele, und die Fahrt war sowieso geil! Berlin ist eben immer eine Reise Wert…
Un nächst ma gewinne mer aach ma widdä!
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Döpp döpp döpp dödödöpp…
18 12 2005Kommentare : Kommentar schreiben »
Schlagworte: auswärts, away, dewds, eintracht, gladbach, sge
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